Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija

(Al-Jamahiriyah al-'Arabiyah al-Libiyah

ash-Sha'biyah al-Ishtirakiyah

 

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Hauptstadt (Einwohnerzahl)

Tripolis (ca. 1,75 Mio. Einwohner)

 

Fläche

1.76 km² (davon 1% Ackerland, 8% Weideland, ansonsten Wüste)

Lage

Nordafrika, grenzt an das Mittelmeer, Ägypten, Sudan, Tschad, Niger, Algerien und Tunesien

 

Bevölkerung

 

Einwohnerzahl:

ca. 6,2 Mio. (2003)

(davon ca. 1,2 Mio. ausländische Arbeiter)

Bevölkerungswachstum:

2,4% (2003)

Durchschnittliche Lebenserwartung:

76 Jahre (2003)

Kindersterblichkeitsrate:

27 Sterbefälle auf 1.000 Lebendgeburten (2003)

Alphabetisierungsgrad:

82,6% (2003)

Sprachen:

Landessprache: Arabisch

(Italienisch, Englisch werden in den großen Städten verstanden)

Religion:

97% Muslime

 

Politik

 

Staatsform:

"Dschamahirija" (Volksherrschaft)

Staatsoberhaupt:

Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi seit 1969

 

Wirtschaft

 

Währung:

1 Libyscher Dinar = 1 000 Dirham

1 Euro = rund 1,2 Libysche Dinar (LD) (2003)

Bruttoinlandsprodukt (BIP):

17,7 Mrd. USD (2003)

Prokopf-BIP:

3.160 USD (2003)

Wachstumsrate:

4,6%

Inflationsrate:

2,8% (2003)

Staatshaushalt

 

Einnahmen:

13,7 Mrd. USD bzw. 50,2% des BIP (2002)

Ausgaben:

8,6 Mrd. USD bzw. 38,4% des BIP (2002)

 

Wirtschaftsstruktur

 

Bodenschätze/Rohstoffe:

Erdöl (Fördermenge zwischen 100 und 150 Mio. t), Erdgas, Eisenerz, Kalkstein, Ton, Kali-/Steinsalz, Schwefel, Meersalz und Gips.

Industrie:

47% - Erdöl, Nahrungsmittel, Textilien, Handarbeit, Zement

Landwirtschaft:

7% - Weizen, Gerste, Oliven, Datteln, Zitronen, Gemüse, Erdnüsse, Sojabohnen; Vieh

Dienstleistungen:

46%

Energieproduktion:

20,18 Mrd. kWh (2001)

Energieverbrauch:

18,77 Mrd. kWh (2001)

Besonderheiten/Sonstiges:

Über 90 % der Einnahmen der libyschen Volkswirtschaft gehen auf Ölexporte zurück. Daher ist die Wirtschafts- und Haushaltslage von der Entwicklung des Erdölpreises abhängig. Bei jährlich um die 12 Mrd. USD Einnahmen besteht grundsätzlich ein breiter Spielraum für eine Erhöhung der Importe und die Ausweitung der Investitionen.

Die gewerbliche Wirtschaft expandiert weiter, ihre Ausrüstungen spiegeln vielfach einen hohen technischen Stand wider. Die Landwirtschaft profitiert von fossilen Grundwasserseen unter der Sahara. Deren Vorräte werden in einem riesigen Rohrsystem, dem Great Man Made River, in die fruchtbaren, dichter besiedelten Küstenregionen gepumpt. Libyen ist mit Straßen gut erschlossen. Der Bau einer Eisenbahn entlang der Küste sowie Richtung Schwarzafrika ist geplant. Es gibt Überlegungen, den Tourismussektor stärker zu entwickeln. Fortentwickelt werden soll auch das Fischereiwesen. Ein neuer Fünf-Jahres-Plan mit einem In-vestitionsvolumen von 35 Mrd. US-$, der im Frühjahr 2001 in Kraft trat, formuliert u.a. auch den Schutz der Ressourcen und der Umwelt als wichtige Ziele der kom-

menden Entwicklung des Landes.

Außenhandel

 

Export:

11,8 Mrd. USD (2002)

Exportwaren:

Mineralöl und Derivate (95% aller Ausfuhren)

Exportländer:

Italien 43%, Deutschland 20%, Spanien 12%, Türkei 5%, Frankreich 5%, Schweiz 2%, Tunesien 2%, Ägypten 1%,

Sonstige 10% (2002)

Import:

6,3 Mrd. USD (2002)

Importwaren:

Maschinen, technische Ausrüstungen, Nahrungsmittel, Konsumgüter

Importländer:

Italien 23%, Deutschland 9%, UK 8%, Tunesien 7,0%, Frankreich 6%, Südkorea 8%, Sonstige 39% (2002)

Außenhandel mit Deutschland:

Wichtige Grundlage für die deutsch-libyschen Beziehungen sind die beiderseitigen Wirtschaftsinteressen. Deutschland ist – neben Italien –

einer der beiden Haupthandelspartner Libyens, die über

50% aller libyschen Exporte aufnehmen und im Gegenzug ca. 35% aller von Libyen importierten Güter liefern. Libyen ist Deutschlands viertwichtigster Erdöllieferant. Die deutschen Investitionen in Libyen fließen schwerpunktmäßig in den Ölsektor. Der Besuch deutscher Wirtschaftsdelegationen und die 2000 wieder aufgenommene jährliche deutsche Beteiligung an der Messe Tripolis unterstreichen die Bedeutung des libyschen Markts. Eine Belastung für die Handelsbeziehungen stellen dagegen die noch nicht wieder aufgenommene Hermesdeckung für Libyen dar. Es wird allerdings damit gerechnet, dass Hermeskreditversicherungen noch im 2.Halbjahr wieder verfügbar sein werden. Ein bilateraler Vertrag zur Förderung und gegenseitigem Schutz von Investitionen wurde im März 2003 paraphiert.

 

Handelsbilanz mit Deutschland in Mio. EUR

 

2001

2002

2003

Ausfuhr

2.143,222

1.608,9

1.819,10

Einfuhr

547,9

519,3

575,70

 

Wichtige Adressen:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Leiter: Herr Heinrich-Peter Otto Rothmann, Botschafter

Sharia Hassan el Mashai, Tripolis

Postanschrift: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 302, Tripolis, Libya

germanembassytrip@hotmail.com

germanembassytrip@web.de

Tel.: (00218 21) 444 85 52, 333 05 54, 333 38 27

Fax: (00218 21) 444 89 68

 

 

Volksbüro der Libysch Arabischen Dschamahirija,

S. E. Herr Said Abdulaati Mohamed, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter

Schützenstrasse 15-17, 10117 Berlin

Tel.: 030- 20 05 96-0

Fax: 030- 20 05 96 99

 

 

General Union of Libyan Chambers of Commerce and  Industry

P.O. Box: 12556, 26 Banadong St. Tripoli, Libya

Tel.: (00218 – 21) 4441457  / 4442821

Fax: (00218 – 21) / 3340155 unionchambers@hotmail.com

 

(Quellen: http://www.libyen-news.de/wirtschaftsdaten.htm, http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html..., http://www.labelletrial.de/aktuell/div/afver2.htm, SOUQ 2/2004)